DISPLAY (ANZEIGE AUF DEM LCD-DISPLAY)

Die Funktion Display steuert die
LCD-Anzeige der M2-Controller (mit Ausnahme der Controller der
"wirtschaftlichen" Baureihe EC und der "Platinenausführung"
CN).
Sie steuert auch das Fenster mit der Bezeichnung
"Frontseite" der Programmiersoftware in den Betriebsmodi Simulation und
Monitoring. Das Fenster "Frontseite" ist nämlich ein Abbild des
LCD-Displays der entsprechenden Controller bzw. ersetzt das Display bei
Controllern der wirtschaftlichen bzw. Platinenausführung.
Mit Hilfe dieser Funktion kann der Anwender einen Text
eingeben (max. 48 Zeichen lang) oder angeben, welche Werte angezeigt werden
sollen, und wie diese dargestellt werden sollen (Zahlen, Monat, Tag, Jahr
usw.)
Zur Anzeige von Texten in der DISPLAY-Funktion stehen
der komplette ASCII-Zeichensatz (Ziffern, Großbuchstaben, Kleinbuchstaben
und Interpunktionszeichen) sowie Umlaute und griechische Zeichen zur
Verfügung. Zeichen und Symbole, die bei der Eingabe über die Tastatur
nicht im Eingabefenster angezeigt werden, stehen auch auf der LCD-Matrix nicht
zur Verfügung.
Wenn der Eingang AKTIVIERUNG AUS ist, wird die Funktion
deaktiviert (keine Anzeige). Ist dieser Eingang EIN, werden die im
Parametrierfenster eingestellten Informationen angezeigt. Wenn er nicht
angeschlossen ist, bleibt er auf AUS. Es können in einem Programm nur 8
dieser Funktionen gleichzeitig aktiv sein. Wenn mehr als 8 aktiv sind, werden
nur die ersten 8 in der Reihenfolge der Kompilierung berücksichtigt.
Wenn der Eingang EINGANGSWERT nicht angeschlossen ist,
entspricht die auf dem LCD-Display und in dem Fenster "Frontseite" angezeigte
Zeichenkette den Einstellungen, die auf der Registerkarte Parameter unter
"Benutzeroptionen" vorgenommen wurden. Hierbei handelt es sich:
- wenn Text ausgewählt wurde: um eine Zeichenkette,
- wenn Datum ausgewählt wurde: um den aktuellen Wert des
internen Datums des Geräts, auf dem das Programm abläuft (Controller
oder Simulator),
- wenn Uhrzeit ausgewählt wurde: um den aktuellen Wert der
internen Uhrzeit des Geräts, auf dem das Programm abläuft (Controller
oder Simulator),
- wenn Kalibrierung ausgewählt wurde: um den Wert der
Abweichung von der internen Uhr des Controllers.
Die Registerkarte Parameter des Parametrierfensters ist
so eingerichtet, dass die Parameter aller zu einem gegebenen Zeitpunkt
verwendeten Anzeigefunktionen im Bearbeitungsfenster verändert werden
können. Dieses Dialogfeld gibt auch die Anzeige wieder, die aus allen auf
der Registerkarte Parameter eingestellten Anzeigetexten sämtlicher
Anzeigefunktionen des Bearbeitungsfensters resultieren (Text, Datum, Uhrzeit
und Werte).
Die Änderung der Parameter dieser Funktion ist nur
im Bearbeitungsmodus zulässig.
Alle Anzeigefunktionen werden anhand ihrer Blocknummer
(BXX) ausgewählt, die mit Hilfe der Drop-down-Liste im linken oberen Teil
des Parametrierfensters ausgewählt werden kann. Diese Auswahlliste bietet
standardmäßig die Blocknummer der Funktion an, von der aus das
Dialogfeld aufgerufen wird. Jede ausgewählte Blocknummer entspricht dem
Display-Funktionsblock, dem diese Nummer zugewiesen ist.
Die Zeichenkette des aktiven Blocks wird durch rote
Buchstaben oder Sternchen angegeben. Wenn sich die Zeichenketten
überdecken, erscheint unterhalb des Rasters ein Warnhinweis, und die
Kästchen, in denen es zu einer Überdeckung kommt, werden rot
hinterlegt. Alle übrigen Zeichenketten werden schwarz dargestellt. Alle
einer Display-Funktionsnummer zugewiesenen Parametrierfenster verfügen
über folgende Eingabemöglichkeiten:
- Zeile: Nummer der Zeile, ab der die Zeichenkette, die der
jeweiligen Display-Funktion entspricht, im Display-Raster erscheinen soll. Der
Eingabewert reicht von 1 bis 4, der maximalen Zeilenzahl.
- Spalte: Nummer der
Spalte, ab der die Zeichenkette, die der jeweiligen Display-Funktion
entspricht, im Display-Raster erscheinen soll. Der Eingabewert reicht von 1 bis
12, der maximalen Spaltenzahl.
Wenn der Eingang EINGANGSWERT an einen Ausgang einer
Funktion angeschlossen ist, wird der von diesem Ausgang ausgegebene Wert
gemäß dem im Parametrierfenster eingegebenen Wert angezeigt.
Der am Eingang anstehende ganzzahlige Wert wird in eine
entsprechende Anzeigekette konvertiert und ab der entsprechenden Rasterposition
(Zeile, Spalte) angezeigt. Das Format, in dem diese Zeichenkette angezeigt
wird, hängt von den Anzeigeformaten ab, die im Bearbeitungsmodus im
Parametrierfenster eingegeben wurden.
Formatwahl einer Ganzzahl:
- Wahl eines Verhältnisses: 1/1, 1/10, 1/100, 1/1000, 1/10000
- Bei dem Verhältnis 1/1 wird die am Eingang EINGANGSWERT
anstehende Ganzzahl als Ganzzahl mit Vorzeichen (1 bis 5 Dezimalziffern mit
voranstehendem Minuszeichen bei negativen Zahlen) angezeigt.
- Bei dem Verhältnis 1/10, 1/100, 1/1000 oder 1/10000 wird die am
Eingang EINGANGSWERT anstehende Ganzzahl als Dezimalzahl mit Vorzeichen und
einer, zwei, drei oder vier Dezimalstellen hinter einem Dezimalpunkt
angezeigt.
Wahl eines Datumsformats:
- Jahr: Der Eingangswert muss zwischen 1 und 99 liegen, was
einer Anzeige zwischen 2001 und 2099 entspricht. Jeder andere Eingangswert
führt zu einer unspezifischen Anzeige.
- Monat: Der Eingangswert muss zwischen 1 und 12 liegen, was zur
Anzeige der ersten vier Buchstaben des Monatsnamens führt. Jeder andere
Eingangswert führt zu einer unspezifischen Anzeige.
- Wochen: Aus
Kompatibilitätsgründen zu TIME PROG müssen gleichzeitig eine,
mehrere oder alle Wochen eines Monats dargestellt werden können. Der
ersten Woche ist der Wert 1 zugewiesen (Anzeige: 1----), der zweiten der Wert 2
(Anzeige: -2---), der dritten der Wert 4 (Anzeige: --3--), der vierten der Wert
8 (Anzeige: ---4-) und der fünften der Wert 16 (Anzeige: ----5). Bei einem
Eingangswert von 20 (4 + 16) erscheint folgende Anzeige: --3-5. Jeder andere
Eingangswert kleiner 1 oder größer 31 führt zu einer
unspezifischen Anzeige.
- Tag des Monats: Der Eingangswert muss zwischen 1 und 31
liegen. Jeder andere Eingangswert führt zu einer unspezifischen Anzeige.
Eine Plausibilitätsprüfung wird bei "Tag des Monats", "Monat" und
"Jahr" nicht durchgeführt.
- Wochentage: Aus
Kompatibilitätsgründen zu TIME PROG müssen gleichzeitig ein,
mehrere oder alle Wochentage dargestellt werden können. Montag ist der
Wert 1 zugewiesen (Anzeige: M------), Dienstag der Wert 2 (Anzeige: -D-----),
Mittwoch der Wert 4 (Anzeige: --M----), Donnerstag der Wert 8 (Anzeige:
---D---), Freitag der Wert 16 (Anzeige: ----F--), Samstag der Wert 32 (Anzeige:
-----S-) und Sonntag der Wert 64 (Anzeige: ------S). Bei einem Eingangswert von
127 (1 + 2 + 4 + 8 + 16 + 32 + 64) werden alle Wochentage angezeigt (MDMDFSS).
Jeder andere Eingangswert kleiner 1 oder größer 127 führt zu
einer unspezifischen Anzeige.
- Stunden: Der Eingangswert muss zwischen 0 und 23 liegen. Es
werden zwei Ziffern angezeigt. Es wird keine Plausibilitätsprüfung
durchgeführt.
- Minuten: Der Eingangswert muss zwischen 0 und 59 liegen. Es
werden zwei Ziffern angezeigt. Es wird keine Plausibilitätsprüfung
durchgeführt.
Kontrollkästchen "Änderungen zulässig": Wenn dieses
Kontrollkästchen aktiviert ist, kann der Anwender direkt folgende Werte
ändern:
- den ganzzahligen Wert am Eingang EINGANGSWERT der Funktion, wenn
dieser per DISPLAY verändert werden kann (siehe die Online-Hilfe der
jeweiligen Funktionen),
- den aktuellen Wert des internen Datums bzw. der internen Uhrzeit des
Controllers (bei Ausführung in einem Controller),
- den aktuellen Wert des internen Datums bzw. der internen Uhrzeit des
Simulators (im Simulationsbetrieb),
- oder er kann die Abweichung der internen Uhr des Controllers (bei
Ausführung in einem Controller) korrigieren. Diese letzte Möglichkeit
steht im Simulationsmodus nicht zur Verfügung.
Eine derartige Änderung erfolgt durch Verwendung
der Tasten auf der Frontseite des Controllers
oder im Fenster "Frontseite" der Programmiersoftware.
Dialogfeld zum
Parametrieren / Registerkarte Kommentare
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